

Die Geschichte des Sonnhof´s beginnt wohl mit der Scheidung unserer Großmutter von unserem Großvater, einem Geschäftsmann in Zell am See.Nach ihrer Scheidung verliebte sich der reiche Baumeister Sepp Bacher in unsere Großmutter, er hatte damals 500 Arbeiter beschäftigt.
Er wollte sie gerne heiraten, aber sie sagte: „Nein, zuerst baue ich für meine Söhne eine Heimat!“
Eine feines kleines Hotel sollte die Heimat für Sie und die Buben werden.
Ihre Liebe zum Wirtsgeschäft hat sie von ihren Eltern, den ehemaligen Bäckerwirtsleuten von St. Veit, und ihrer Schwiegermutter, der berühmten Hotel und Cafehausbesitzerin in Zell am See, Maria Schandlbauer, mitbekommen.
Das Geld verdiente sie sich mit einem Kiosk am Zeller See.
Die neue Cafe-Pension war mit neun Gästebetten ausgestattet. Die Stüblein waren mit Zirbenholz getäfelt, und zwei Tische mit gebranntem Holz, und mittendrin ein großes Grammophon. Die ganze Ausstattung war sehr fein und edel, das gesamte Tafelzeug aus Silber!
Eine große Terrasse gab es, und sogar eine eigene Eiserzeugung, und natürlich immer feine Speisen und gute Weine.Das Geschäft ging die ersten Jahre sehr gut, heute würde man sagen, es war ein In-Lokal! Die Geschäftsleute von Schwarzach, die Ärzte aus den beiden Krankenhäusern, alle liebten die nette, charmante Gesellschaft von Fanny Schandlbauer. Im Jahre 1935 war sogar der Fürst von Lichtenstein zu Gast!
Aber dann kamen die schlechten Jahre, die Weltwirtschaftskrise! Die 1000 Mark Sperre. Keine Gäste aus Deutschland kamen mehr ins Land.
Nur den tüchtigen, unermüdlichen Einsatz von Fanny ist es zu verdanken, dass der Sonnhof noch heute im Familienbesitz ist. Ihr Exmann und auch Ihr Freund, der reiche Baumeister Bacher, beide gingen in Konkurs. Baumeister Bacher sollte das Kraftwerk Kaprun bauen, aber mittendrin stellte Landeshauptmann Rehrl den Bau wieder ein. Viel Geld war verloren. Aber trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten - Fanny kam mit dem Sonnhof durch die schlechte Zeit!
Weiterhin hielten ihr ihre Stammgäste die Treue.
Als Sie endlich alle Schulden abbezahlt hatte, übergab sie den Sonnhof ihrer Schwester Marianne zur Pacht.
und begann mit ihm den Wiederaufbau seiner Baumeisterei in Mittersill.
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Hans, der Jüngere der beiden Sonnhofbuben, sollte den Sonnhof übernehmen, er hatte bei seiner Großmutter in Zell und bei seiner Tante auf der Kanzelhöhe den Beruf des Kellners erlernt. Robert, der ältere Bruder, war Ingenieur und Jagdflieger und musste sein Leben in Russland lassen, er wurde abgeschossen.Auch Hans musste in den Krieg einrücken. In Russland wurde er schwer verwundet, und in Jugoslawien kam er in den letzten Kriegstagen in Gefangenschaft. Dreieinhalb Jahre war Hans in Montenegro, abgemagert bis auf 45 Kilogramm. 1948 kam er zurück und übernahm den Sonnhof.
1950 führte er seine Maria zum Altar. Sie war sein erster Lehrling und machte, wie man heute so schön sagt : Karriere mit Lehre! sie wurde gleich Chefin.
Nun ging es mit dem Sonnhof wieder bergauf! Hans und Maria waren als Wirtsleute beliebt und tüchtig.
Mit dem Fremdenverkehr wurde es immer besser. 1956 machten sie mit Thyssen einen Vertrag, Thyssen schickte nun alle verdienten Mitarbeiter in den Sonnhof zur Erholung. Immer mehr Gäste kamen dadurch in den Sonnhof. Friedensreich Hundertwasser und sehr oft Thomas Bernhard machten Urlaub im Sonnhof! Der erste Zubau erfolgte 1959, und dann 1971 erfolgte ein großer Um- und Zubau mit modernst ausgestatteten Zimmern.
![]() Drei Mädchen wurden geboren: Christa, Rose-Marie, die heutige Wirtin, und Andrea.
1980 heiratete Rose-Marie Ihren Ernst, einen der weltbesten Skirennläufer seiner Zeit, und Sie bauten einen großen Wellnessbereich!
Rose-Marie erkochte sich 1996 Ihre erste Haube von Gault Millau. Der Sonnhof wurde Jahr für Jahr weiterhin verschönt, 2003 wurde er generalrenoviert, aber nie wurde er vergrößert.
Denn gerade das Kleine, das Feine macht das spezielle Flair aus, was die Gäste hier suchen und finden. Rose-Marie und Ernst bekamen dann zwei Buben, Hubertus und Vitus.
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Die Geschichte des Sonnhof´s beginnt wohl mit der Scheidung unserer Großmutter von unserem Großvater, einem Geschäftsmann in Zell am See.
Eine große Terrasse gab es, und sogar eine eigene Eiserzeugung, und natürlich immer feine Speisen und gute Weine.
Hans, der Jüngere der beiden Sonnhofbuben, sollte den Sonnhof übernehmen, er hatte bei seiner Großmutter in Zell und bei seiner Tante auf der Kanzelhöhe den Beruf des Kellners erlernt. Robert, der ältere Bruder, war Ingenieur und Jagdflieger und musste sein Leben in Russland lassen, er wurde abgeschossen.
